Bleiplomben gehören zu den weit verbreiteten Bodenfunden, die bei Feldbegehungen mit der Metallsonde zu Tage treten. Dennoch fristen sie in der archäologischen und historischen Forschung bislang ein Schattendasein. Dabei sind diese wenige Zentimeter großen Funde in ihrer Aussagekraft von wirtschaftsgeschichtlicher Bedeutung, denn sie enthalten meist Angaben über die Art des verplobtem Handelsgutes sowie über den Hersteller und den Produktionsort. Die Fundsituation wiederum zeigt an, wohin diese Produkte verhandelt worden sind.

Oftmals finden sich nur Abkürzungen oder schwer zu erschließende Angaben auf den Plomben. Teilweise ist auch der Erhaltungszustand schlecht und die Angaben daher kaum lesbar. Eine Sammlung der unterschiedlichen Plomben erlaubt es nach und nach durch das Zusammentragen gleichartiger Plomben das ursprüngliche Aussehen fragmentarisch erhaltener Bilder zu lesen und dadurch zu verstehen. Außerdem dient eine Sammlung als Referenzwerk für die Einordnung frischer Bodenfunde.

Die meisten heute gefundenen Warenplomben stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wenngleich ihre Verwendung zur Kennzeichnung der Waren und damit einer besonderen Güte und Qualität hier in Deutschland bis in das Mittelalter zurückgeht.

Das Untersuchungsgebiet der hier vorgestellten Bleiplomben deckt sich mit dem Arbeitsgebiet der Kommunalarchäologie Schaumburger Landschaft: Den Landkreisen Nienburg und Schaumburg (ohne Rinteln) und die Stadt Hameln im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Wenn Sie für wissenschaftliche Zwecke diese Seite bzw. Referenznummern zitieren möchten, nutzen Sie folgendem Vorschlag:
Daniel Lau, Bleiplomben – Bodenfunde zwischen Hameln und Hoya. www.bleiplomben.com.

Uchte, am 1. November 2020
Daniel Lau

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